Knigge & Klartext #13: Bedürftigkeit, Helmut Schmidt, Muhammad Ali und World Wide Web
Shownotes
Wer ist wirklich da, wenn niemand etwas von uns will - und wie gewinnt man, ohne den anderen ständig treffen zu müssen?
Markus Coenen und Carsten Banse sprechen über Bedürftigkeit, echte Beziehungen und Erfahrungen, die man trotz ihres Nutzens nicht wiederholen möchte. Auf dem leeren Stuhl sitzen Helmut Schmidt und Muhammad Ali. Im Fluxkompensator geht es um private Seenotrettung und den Moment, in dem Wissen begann, seinen festen Ort zu verlieren.
In dieser Folge:
- woran sich Menschen erkennen lassen, die einfach da sind
- was man nicht noch einmal aushalten möchte, obwohl es geprägt hat
- welche Fragen Helmut Schmidt über Distanz und Haltung beantworten müsste
- wie Muhammad Ali gewann, ohne sich ständig treffen zu lassen
- warum Jugend Rettet und das World Wide Web erinnerungswürdig bleiben
Kapitel:
00:00 Einstieg und die drei Kategorien 00:28 Bedürftigkeit und Menschen, die einfach da sind 02:23 Was man trotz seines Nutzens nicht wiederholen möchte 03:23 Der leere Stuhl: Helmut Schmidt 04:34 Der leere Stuhl: Muhammad Ali 05:57 Der Fluxkompensator: Jugend Rettet und private Seenotrettung 07:28 Der Fluxkompensator: Der Beginn des World Wide Web 08:30 Abschluss
Die eiserne Regel bei Knigge & Klartext: eine Frage, eine Antwort, keine Diskussion. In jeder Folge treffen die ehrliche Frage, der leere Stuhl und der Fluxkompensator aufeinander.
Markus Coenen: https://markus-coenen.de/
Carsten Banse: https://troubleshooting-company.com/
Mit anderen Worten ist ein Podcast über Worte, Menschen und das Leben. Markus Coenen spricht mit Marion Haupt, Carsten Banse und Torsten Nassall. Je nach Reihe gelten andere Spielregeln. Die Haltung bleibt: neugierig fragen, genau zuhören und Gedanken auch einmal stehen lassen.
Drei Reihen, ein gemeinsamer Podcast. Dialoge über Gedanken und Erkenntnisse. Und alles das, was dazwischen liegt.
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Knigge und Klartext mit Herrn Köhnen.
00:00:06: Und Herrn Banzer, herzlich Willkommen Herr Köhne in der wunderbaren Dreiteiligkeit.
00:00:12: Frage an den jeweiligen Hosts Der leere Stuhl auf denen wir Menschen setzen und Fragen stellen deren Antwort aus bleiben wird und zum Schluss Erinnern wir an Dinge Personen Ereignisse.
00:00:30: Ich starte gleich mal Herr Könn mit meiner Frage an Sie, also der Gerard Hüter dieser Neuro-Wissenschaftler Biologe und so weiter.
00:00:41: Der sagte neulich in einem Interview halte ich von Leuten fern die immer irgendwie was von dir wollen.
00:00:48: Also haltet lieber nach den Leuten Ausschau die nichts von dir in Klammern wollen Denn die Zweitgenannten sind einfach auch da, wenn du sie brauchst.
00:00:59: Die Erstgenannte nicht.
00:01:00: und jetzt ist meine Frage.
00:01:02: ich muss es ein bisschen ausholen Herr Köhnen Wenn Sie in Ihr Umfeld gucken wie wäre ungefähr so die prozentuale Aufteilung derer?
00:01:13: Die zu der ersten kategorie kategorien gehören die immer irgendwie was wollen?
00:01:18: Und wie viele prozentuellen etwa sind so da im umfeld?
00:01:22: Ja die eben einfach da sind?
00:01:28: Das eine sehr interessante frage.
00:01:30: Ich möchte gern zweigeteilt beantworten.
00:01:32: Auf der einen Seite möchte ich ... auf die Zeit zurückblicken, in der ich Dinge nicht verstanden und nicht gesehen habe oder aus Bedürftigkeit mein Umfeld war.
00:01:43: das ist nämlich für mich eine Wechselbeziehung, mit der ich dann auch was zu tun hab.
00:01:49: So bei ... vierzig Prozent... Die da sind und sechs Prozent, die was wollen.
00:01:54: Aber die vierzig, die da waren, nicht wirklich gesehen.
00:01:58: Heute bin ich dankbar.
00:01:59: Ich bin froh, dass ich vermutlich bei Pareto bin.
00:02:04: Siebzig, dreißig, achtzig, zwanzig also siebzig Prozent die Großteil der Leute sind da und wollen nix brauchen.
00:02:11: Brauchen nicht da was.
00:02:15: Vielen Dank Herr Köhlen!
00:02:17: Jetzt ist ja mit einer Frage auch von Ihnen zu rechnen wenn ich das so richtig sehe.
00:02:23: So etwas von... Herr Bansin?
00:02:28: Was würden Sie noch mal aushalten wollen?
00:02:31: Und was werden Sie nicht nochmal aushalten, obwohl es Ihnen sehr genutzt hat oder zu Ihrem Vorteil gereicht hat?
00:02:37: Was ich nicht noch mal aushalten wollen würde, obwohl's mir zum einen Vorteil erreicht hat.
00:02:43: Was machen Sie nicht noch einmal mit sozusagen?
00:02:55: Ich glaube Fußballtraining Energie Jugend.
00:02:58: Also das war bestimmt irgendwie gut und das war auch sportlich genitzt.
00:03:07: Null, zwei Prozent meiner körperlichen Fitness lassen sich mit Sicherheit darauf zurückführen.
00:03:13: Aber nee.
00:03:16: Sehr gut!
00:03:22: So sieht das aus.
00:03:24: Jawohl.
00:03:25: Danke schön auf den Stuhl.
00:03:31: Auf dem Stuhll setze ich heute den Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem ja so ein hoher Distanz Anteil nachgesagt worden ist.
00:03:46: Und da würde mich wirklich interessieren, also sehr geehrter Herr Schmidt, wenn dem so war mit diesem hohen Distanzanteil?
00:03:56: Wie hat es sich im zwischenmenschlichen Bereich mitgelebt?
00:04:00: Das würde ich Ihnen gerne fragen.
00:04:05: Dankeschön!
00:04:07: Mein Kommentar ist Scheiß die Wandern.
00:04:10: Ich hätte den Herrn Schmidt auch als möglichen Schulbegleiter heute und ich würde ihn fragen... wenn die Welt schneller wird als die eigene Gewissheit.
00:04:23: Herr Köhnen, ausgefuchste Frage!
00:04:28: Danke dafür.
00:04:29: und gibt es denn noch Stuhlbesetzungen jetzt sozusagen?
00:04:34: Durchaus.
00:04:34: Ich bin heute im Sport Und ich bin bei jemanden der die einen unter dem Namen Kechus klicken Die anderen unter dem Name Mohammed Ali.
00:04:49: Und was spannend ist, dass er sehr viele seiner Gegner ja K.O.
00:04:55: geschlagen hat aber unfassbar frustriert hat und zwar aufgrund dessen das er sagt, er war so schnell, er konnte sich nicht treffen lassen.
00:05:04: Was ich messen möchte ist Herr Ali wie gewinnt man und gerne auch als Brücke ins richtige Leben ohne den anderen ständig treffen zu müssen?
00:05:22: Was würde ich da gerne fragen?
00:05:32: Also, ich bin mit der Persona jetzt gar nicht so beschäftigt gewesen.
00:05:35: Natürlich habe ich das
00:05:37: auch...
00:05:38: Ja ist mir schon klar.
00:05:40: Ich hab auch mal vor diesem Röhrenbild bei gesessen Fernsehern viel mehr.
00:05:45: Ich würde fragen also wie würden Sie Ihre eigene Form des Humors charakterisieren?
00:05:54: Das würde ich fragen.
00:05:56: Vielen Dank!
00:05:56: Vielen Dank.
00:05:57: Sehr gerne, Herr Köhne!
00:06:00: Dann kommen wir zur letzten Kategorie.
00:06:03: Ich möchte erinnern und ich habe tatsächlich auch – oh, ich höre ein Hund im Hintergrund wunderbar – ich möchte erinnern wieder mit einer Jahreszahl von zwei Tausend Fünfzehn an die Initiative Jugendrettet.
00:06:19: Das waren junge Menschen wie die Dokumentation oder den dokumentatorischen Film, den ich da kurz nicht gesehen habe sich mit großem Herzriesen auffahnt und noch größerem persönlichen Risiko für die Rettung von Flüchtlingen auf Mittelmeer eingesetzt haben.
00:06:33: Das hat mich alleine dieser Film, ohne dass das jetzt eben in den tatsächlichen Doku war, ja tief beeindruckt.
00:06:40: Und in dem Zusammenhang als ich mich da so erinnert habe, möchte ich tatsächlich auch eine Person, die ich persönlich kenne, den ich mal als Sechsjährigen an der Hand hatte auf der Dingel Peninschule in Irland, Sean Binder.
00:06:54: Grüß dich, Sean!
00:06:54: Falls du es jemals hier schauen solltest...
00:06:56: Grüße geht
00:06:57: raus Grüße gehen raus.
00:06:59: Wir müssen eh nicht das Schicksal wieder fahren, der hat sich meine in Griechenland am Strand dann verhaften lassen müssen und ein ewig dauernden Zerreißprobenkampf mit Gerichten hinter sich gebracht vor dem gleichen Hintergrund Und ich möchte heute mal an diese Menschen erinnern die sich da Privat sozusagen dafür eingesetzt haben und dann auch noch dafür Hubs genommen worden sind.
00:07:24: also Punkt
00:07:31: Ich dachte mir, ich bring heute mal im Fluxkompensator was mit.
00:07:36: Ich möchte an den Moment erinnern ums Partitisch auszudrücken... ...an dem Moment in dem das Wissen begann sein Ort zu verlieren.
00:07:45: Kein Ort mehr zu haben.
00:07:47: Wir sind mitten im Internet.
00:07:49: Ob sich das durchsetzen wird wenn wir sehen?
00:07:52: Wenn ich es richtig recherchiert habe sind wir am zwölften März neunundachtzig wo im CERN die Idee des Internets geboren wurde.
00:08:03: und Nun ja.
00:08:05: Alles Weitere könnte Geschichte sein.
00:08:07: und
00:08:08: wenn man bedenkt, dass das jetzt auch schon wieder fast vierzig Jahre her ist ... Da wir eh schon wahrscheinlich das Jugendfreie vor Belohn haben kann ich noch mal sagen scheiß die Wand an.
00:08:22: Meine Güte stimmt!
00:08:23: Ab da ist Wissen überall verfügbar es gibt keinen
00:08:26: Ort mehr.
00:08:30: Herr Köhnen vielen Dank für diese Änderungsspur.
00:08:35: Vielen dank an alle die hier heute zugehört und zugeschaut haben Immer wieder mit dem Hinweis, was hätte ich denn jetzt gerne diese Person auf dem Stuhl gefragt?
00:08:44: Woran würde ich gern erinnern wollen und welche Frage sollen wir uns gegebenenfalls hier gegenseitig stellen.
00:08:51: Herr Köhn mir, ich dem Herrn Können.
00:08:53: Wir freuen uns über Kommentare Likes und Folgen.
00:08:58: Auf bald bis nächste Woche!
00:09:00: Moin.
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