Knigge & Klartext #9: People Pleaser, Größenwahn, Loriot und Mixtape

Shownotes

Welche Version von uns halten wir am Leben, obwohl wir längst aus ihr herausgewachsen sind - und woran erkennt man echten Humor?

Markus Coenen und Carsten Banse sprechen über den People Pleaser in den letzten Zügen und über einen beruflichen Größenwahn, der Markus kurz zum Tony Robbins des Planeten werden ließ. Auf dem leeren Stuhl sitzen Loriot und ein indigener Stammesältester. Im Fluxkompensator geht es zurück zum Mixtape und nach Berlin im Jahr 1946, wo ein achtjähriger Junge Pferdeäpfel zum Heizen sammelte.

In dieser Folge:

  • welche alte Rolle Carsten noch nicht vollständig gehen lässt
  • warum Wissen allein noch keinen guten Life-Coach macht
  • welche Fragen Loriot und ein indigener Stammesältester hören würden
  • wie viel Arbeit früher in einem Mixtape steckte
  • warum eine Familiengeschichte aus dem Nachkriegsberlin weitererzählt werden muss

Kapitel:

00:00 Welche alte Rolle halten wir am Leben? 02:12 Größenwahn und Tony Robbins 04:20 Der leere Stuhl: Loriot 05:43 Der leere Stuhl: ein indigener Stammesältester 07:09 Der Fluxkompensator: das Mixtape 09:15 Berlin 1946: Pferdeäpfel zum Heizen 10:34 Abschluss

Die eiserne Regel bei Knigge & Klartext: eine Frage, eine Antwort, keine Diskussion. In jeder Folge treffen die ehrliche Frage, der leere Stuhl und der Fluxkompensator aufeinander.

Markus Coenen: https://markus-coenen.de/

Carsten Banse: https://troubleshooting-company.com/

Mit anderen Worten ist ein Podcast über Worte, Menschen und das Leben. Markus Coenen spricht mit Marion Haupt, Carsten Banse und Torsten Nassall. Je nach Reihe gelten andere Spielregeln. Die Haltung bleibt: neugierig fragen, genau zuhören und Gedanken auch einmal stehen lassen.

Drei Reihen, ein gemeinsamer Podcast. Dialoge über Gedanken und Erkenntnisse. Und alles das, was dazwischen liegt.

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:03: Knigge und Klartext.

00:00:05: Herr Banzer, schön dass Sie da sind!

00:00:06: Ich führe heute durch die erste Frage – wir machen das hier so für die Leute, die das zum ersten Mal

00:00:11: gucken –

00:00:12: eine Frage, die mich wirklich interessiert an sie von Ihnen mit ihnen.

00:00:17: Herr Banse, gibt es in Ihnen eine Version des Carsten Banse?

00:00:23: Den Sie am Leben halten obwohl Sie aus dieser Person längst rausgewachsen sind?

00:00:31: Oh Herr Könn, das ist ja mein sanfter Einstieg.

00:00:35: Gibt es eine Version?

00:00:37: Noch mal die Frage wie längst

00:00:40: gibt es eine Version von Ihnen eine Rolle, die Sie am Leben halten obwohl sie längst schon nicht mehr gibt?

00:00:56: Das ist ne Frage über die muss ich hier länger nachdenken.

00:01:02: Fernsehtas tun Leute wenn Sie überlegen Wenn Sie mal eine Frage haben, die wir hier erörtern sollen, immer her damit.

00:01:12: Egal ob es für den Stuhl ist oder für den Flugskompensator oder die interessierte Frage ist... Was du von Herrn Banzer wissen möchtest?

00:01:20: Schreibt uns das doch mal!

00:01:24: Herr Banzern gibt's da was?

00:01:27: Ja ja doch ich muss es nur so ein bisschen relativieren und verändere die Frage mal.

00:01:33: Also da sind so die letzten Wiederbelebungsversuche vielleicht noch am Start und das ist, wenn man es jetzt mal umgangssprachlich formulieren wollte der People-Preser.

00:01:42: Das ist eine Rolle, die durchaus innere Bekanntschaft mit mir hat und auch in der Außenwelt?

00:01:52: ja und er liegt in den letzten Zügen würde ich sagen.

00:01:56: Genau.

00:01:56: also insofern ein kleines bisschen erhält ich diese Rolle wahrscheinlich noch am Leben.

00:02:02: aber Genau, dann ist alles mitgesagt.

00:02:07: Danke schön!

00:02:08: Gibt es etwas was Sie mich fragen möchten?

00:02:11: Auf jeden Fall Herr Köhnen.

00:02:12: also an welcher Stelle Ihrer beruflichen Karriere war's?

00:02:17: und wenn das nur ein Moment so war mal so dass sie selbst sagen würden da bin ich dann doch mal kurz dem Größenwaren erlegen.

00:02:36: Mir wird schon ganz ganz lange Aroganz nachgesagt unterstellt und es hat ja mit größten Warnstücken zu tun.

00:02:44: deswegen Es ist natürlich Eigensicht, Fremdsicht schwierig.

00:02:50: Aber es gab einen Moment an den ich mich sehr gut erinnere, der war so ... nicht ein Moment, das gab eine Episode, das glaube ich richtiger,

00:02:59: im

00:03:01: Jahr zwölf, dreizehn.

00:03:04: Ich war auf einer Episode, wo ich viel über mich hab rausfinden wollen und mit mir herausfinden wollen, ganz viele.

00:03:13: Live-Coaching-Themen, ganz viele Selbstfindungsthemen.

00:03:18: Und in diesem Konglomerat habe ich viel über mich erfahren und sehr viel gelesen, sehr viel gelernt.

00:03:24: Da der Moment wohl dachte, Markus du hast es drauf!

00:03:28: Du bist jetzt auch Live Coach.

00:03:32: Weil ich die vielen Dinge wusste, habe ich mir eingebildet.

00:03:35: Jetzt wird's hier ganz groß.

00:03:37: Ich werde Tony Robbins von der Welt, also das Planeten... Spoiler, es hat nur so mittelmäßig bis überhaupt nicht funktioniert.

00:03:45: Weil das halt einfach in der Vorstellung war, weil ich Dinge weiß heißt das nicht dass ich vermitteln kann nur weil ich den vermischen Stück weit gefunden habe heißt das nichts dass das für irgendwie ein allgemein gültig ist.

00:03:55: und Das game an der stelle ist halt viel viel größer weil zu diesem größen mann ich bin jetzt der größte live coach der deutschsprachigen raum und der realität mehrere Grau- und Weiß- und Schwarzstufen dazwischen waren.

00:04:11: Ich glaube, das ist die balite Antwort, die mir darauf einfällt.

00:04:15: Vielen Dank, Herr Könn!

00:04:18: Danke

00:04:18: für die Frage.

00:04:21: Damit rolle ich unseren Schul rein, dass ein Stuhl, der auf dem einen Mann Platz nimmt, den es leider nicht mehr gibt, ist zwölftausend elf gestorben.

00:04:34: Sein Name ist... voller Name ist Bernhard Victor Christoph Karl von Bülow.

00:04:39: Lorio?

00:04:43: Und

00:04:44: ich halte ihn für den größten Hormoristen, wenn es um Detailtreue und... Ja.

00:04:54: Ich finde ihn toll!

00:04:55: Und meine Frage an Herrn von Bülow ist an Loryo Woran erkennt man ob ein Mensch Humor hat?

00:05:07: Haben Sie eine Frage an Herr von Bülo?

00:05:13: Erst mal finde ich Ihre Frage ganz grandios.

00:05:16: Herr Köhne und meine an Den Herrn Bühlo, ob er sich selber nachsagen würde das es Talent war oder viel Disziplin und handwerkliche Arbeit.

00:05:34: Was was er da grandioses alles produziert hat?

00:05:38: Das wird mich interessieren.

00:05:39: I like my

00:05:40: life!

00:05:41: Danke schön.

00:05:43: wer sitzt bei Ihnen auf dem Stuhl heute?

00:05:45: Also es ist keine Person als solche, sondern ich würde gerne ein stammes Ältesten der sogenannten amerikanischen Ureinwohner auf dem Stuhl platznehmen lassen oder eine stammeshälteste wie dem Aussal.

00:05:59: Und ich würde diese Personen gerne fragen was sie glaubt woran heute in unserer Zeit die meisten Menschen kranken?

00:06:06: Was seiner oder ihrer Meinung nach dafür die Ursache wohl sein mag und wie's seinen Lauf nehmen konnte.

00:06:14: Das würde ich Sie gerne fragen, diese Person.

00:06:29: Ich würde diese Person gerne fragen... Was denken sie?

00:06:33: Was denkst du?

00:06:36: Ist das erste was ich von Ihnen lernen sollte?

00:06:40: Das würd' ich gerne wissen!

00:06:44: Und wer wir ja heute hier mit nachdenken ab und zu beschäftigt sind Herr Köhnen und Herr Banzer werfe jetzt auch nochmal in den Raum und selbstverständlich ist es gestattet das weiterzudenken.

00:06:53: Mit der großen Enttäuschung werden die Antworten vielleicht nie hören und ganz sicher sogar in diesen beiden heute genannten Fällen.

00:07:00: Aber vielleicht gibt es ja eine Frage, die du sie diesem Person auch stellen wollen würde?

00:07:10: Womit wir bei unserem DeLorean sind?

00:07:14: meine Verneigung zurück in die Zukunft und Doc Brown und natürlich Martin McFly den Flugskompensator.

00:07:21: das Mixtape darum geht's bei mir heute.

00:07:23: ich erinnere an das mixtape ... um ein bisschen Farbe zu geben.

00:07:27: In der Jahre, in der die Kompaktkassette... Ja!

00:07:31: Ich rede von Kassettel,... ... von Philips erfunden, wie auch immer.

00:07:36: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere, ich erinnere mich sehr gut daran und deswegen erinnerte ich daran,... ... man konnte TdK es auch.

00:07:43: Ich weiß nicht ob es das Unternehmen noch gibt aber für mich... da gab's Krom- und Silber- und Goldene Kassetten, die konnte man aufreißen.

00:07:50: Und ich erinnere daran was ist für einen Gestalter Richer?

00:07:56: Emotionaler, logistischer und kreativer Aufwand?

00:08:02: war das Mixtape also die Lieblings-CD Quatsch.

00:08:07: Die Lieblungs-Kassette?

00:08:10: welche Reihenfolge?

00:08:11: Wo kriegt man die Lieder her?

00:08:13: wird der Radioreport, wird der Radio Kommentator reinquatschen?

00:08:16: wenn ich das aufnehme wie muss man die Komposition dass das Mixtap so angeben, damit im Spulen nicht grau und geschult werden muss.

00:08:26: Weil nur was heute mein Lieblingssong ist, muss ja nicht in drei Wochen noch mal ein Lieblungssong sein.

00:08:30: Und natürlich habe ich die Kassette... Also es gab keine Drei- oder Kassetten bei mir, sondern ich hatte vielleicht zehn.

00:08:38: Was musste ich tun, damit ich nicht spülen musste?

00:08:40: Damit ich nicht immer meinen Bleichiff nehmen musste um den Bandzahler zu beheben.

00:08:45: Long story short auch wenn's dreiundsechzig erfunden wurde.

00:08:49: Meine Mixtapezeit war in den Achtzigern.

00:08:52: Ich kann mich einen stunden Aufwand erinnern, um mixtapes aufzunennen.

00:08:56: Daran möchte ich heute erinneren.

00:09:00: Bei der Gelingheit kommt mir sofort mein alter Schreibtisch in den Sinn Herr Köhnen wo auch von Telefunken, der entsprechende Radio-Rekorder auf dem Schreibtestand und sehr häufig viel wichtiger war als Hausaufgaben.

00:09:17: Vielen Dank Herr Koehn!

00:09:18: Wunderbar, ich erinnere an nineteen hundert sechsund vierzig an ein achttierigen Jungen der mit einer Ledertasche und den

00:09:27: so

00:09:28: lauten die Erzählungen noch vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln durch Berlin gefahren ist, in andere Stadtteile um da Pferdeäpfel aufzunehmen.

00:09:35: Und dann mit dieser Ledertrasche zurück nach Hause zu fahren diese Pferdeepfe zu verteidigen gegen andere Interessierte an diesem ja Gold denn die wurden zum Heizen genutzt und die Angst die er dabei bei dieser Exkursion durchlebt hat.

00:09:55: und zufälligerweise ist dieser achtjährige mein Vater gewesen.

00:10:00: Und ich habe natürlich auch eine Absicht mit dieser Geschichte, warum mich daran erinnere sie ist ja im Vergleich mit anderen Nachkriegs- oder Krieggeschichten jetzt relativ seicht also von der Dramatik diese beinhaltet.

00:10:17: aber ich frag mich tatsächlich wie viele von diesen Geschichten immer noch mal wieder erzählt werden müssen bis wirklich keiner mehr Bock auf diesen Scheiß hat der da kriegerische Auseinandersetzung unter Waffeneinsatz

00:10:42: bedeutet.

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