Knigge & Klartext #4: Jura, Bücher, Opas und Ehrenwort

Shownotes

Wie sähe das eigene Leben aus, wenn man an einer entscheidenden Stelle anders abgebogen wäre?

Markus Coenen und Carsten Banse sprechen über ein abgebrochenes Jurastudium, Gerechtigkeit und die Wahl zwischen Büchern und Musik. Auf dem leeren Stuhl sitzen zwei Großväter und Otto Waalkes. Im Fluxkompensator geht es nach Irland und in das Jahr 1987, als ein Ehrenwort die Republik beschäftigte.

In dieser Folge:

  • das Parallelleben eines möglichen Juristen
  • warum Bücher im Zweifel vor Musik gewinnen
  • welche Fragen zwei im Krieg gebliebene Großväter hören würden
  • was einen Komiker über Generationen hinweg lustig macht
  • irische Hilfsbereitschaft und die Bedeutung eines Ehrenworts

Die eiserne Regel bei Knigge & Klartext: eine Frage, eine Antwort, keine Diskussion. In jeder Folge treffen die ehrliche Frage, der leere Stuhl und der Fluxkompensator aufeinander.

Markus Coenen: https://markus-coenen.de/

Carsten Banse: https://troubleshooting-company.com/

Mit anderen Worten ist ein Podcast über Worte, Menschen und das Leben. Markus Coenen spricht mit Marion Haupt, Carsten Banse und Torsten Nassall. Je nach Reihe gelten andere Spielregeln. Die Haltung bleibt: neugierig fragen, genau zuhören und Gedanken auch einmal stehen lassen.

Drei Reihen, ein gemeinsamer Podcast. Dialoge über Gedanken und Erkenntnisse. Und alles das, was dazwischen liegt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Knäge und Klartext.

00:00:03: Herr Köhnen, herzlich willkommen zu unserer neuen Folge!

00:00:07: Und alle die hier am Bildschirm oder auf den Ohren mit dabei sind ebenfalls herzlich gekommen Wie das in diesem Format üblich ist, Herr König kommt jetzt die Frage an Sie und zwar gibt es eine Stelle im Leben zu der sie sich selbst zur irgendeinen Zeitpunkt mal die Frage gestellt haben also später hindern?

00:00:26: wäre ich an dieser Stelle anders abgebogen was wäre wohl geworden?

00:00:32: Ach du Scheiße.

00:00:38: Ich glaube, wenn ich so ein Film hätte über mein Leben wären das wahrscheinlich mehrere Stellen ... wo ich mich fragen würde, könnte ich mir vorstellen?

00:00:47: Zumindest wenn man da ganz lange darüber nachdenkt.

00:00:49: aber ich habe eine Stelle die mir sofort eingefallen ist auf ihre Frage und zwar hab' ich meinen Jurastudum ja am Ende abgebrochen Und der Grund war dass man mit zwei Kindern Also mit zwei Kindern als LKW-Fahrer, um sich das Studium zu finanzieren.

00:01:07: Überlegt okay Leute, wie lang brauch ich denn jetzt hier noch, um das erste Mal Geld zu verdienen?

00:01:12: Und die Antwort ist, um es zusammenzufassen lange sehr lange gerade wenn man Jura studiert.

00:01:20: und dann habe ich abgebrochen und bin einen anderen Lebenswert gegangen der mich jetzt in dieses Format geführt hat.

00:01:30: In der Retrofektive bin ich dankbar, dass das so geschehen ist.

00:01:32: Gleichzeitig?

00:01:34: Keine Ahnung was passiert wäre und ich wäre schon ein Stück weit daran interessiert, so einen Paralleluniversum zu gucken wo es den Markus Können, Dr.

00:01:42: Markus Könn, Rechtsanwalt Dr.

00:01:44: Juha irgendwas gibt wie das aussehen würde.

00:01:50: Danke für die Frage!

00:01:50: Das wird mich interessieren.

00:01:54: Jetzt gehe ich nochmal in mich.

00:01:55: habe ich da eine Zusatzfrage?

00:02:02: gibt es in ihrer inneren Mannschaftsausstellung, also ich komme ja mal schön mit diesen Kommunikations- und sonstwas Modellen nach Schulz von Thun.

00:02:09: Gibt's da irgendeine innere Stimme die sozusagen diesem Jurawegg dem Ehemaligen noch Rechnung trägt

00:02:18: im Alter?

00:02:21: Hat sicherlich auch mit meiner Sozialisation zu tun meine Herkunftssystem

00:02:24: usw.,

00:02:26: Und ich bilde mir ein.

00:02:28: Ich nehme für mich in Anspruch, ob das stimmt, mögen andere beurteilen und bewerten... Ich mag Unfairness nicht!

00:02:38: Und Teil dessen war sicherlich auch neben dem Status was so Jura macht die Möglichkeit Gerechtigkeit herzustellen.

00:02:46: Das war die Ursprungsidee.

00:02:47: Ja, gerechtig.

00:02:48: Vielen

00:02:50: Dank, Herr Köln.

00:02:52: Danke Ihnen.

00:02:54: Und ich bringe eine sehr neugige Frage mit uns.

00:02:56: zwar Herr Banzer Wenn Sie sich entscheiden müssten für ihr Leben, nie wieder ein Buch lesen oder nie wieder Musik hören.

00:03:07: Worauf trifft die Wahl und warum?

00:03:20: Ich würde ... ich sage bewusst nicht mit allergrößten Schmerzen sondern ich würde mit einem kleinen Schmerz auf die Musik verzichten weil ich davon schon sehr viel selbst praktiziert habe und gehört habe Und das hat jetzt so eine Form von Wiederholungskarakter.

00:03:42: Also das ist natürlich anmaßend, aber ich glaube, ich kenne da schon ziemlich viel.

00:03:47: Und deswegen würde ich mir vom Bücherlesen mehr versprechen... ...an Weiterentwicklung und Business-Doors stehen, Erfahrung machen in andere Welten eintauchen.

00:04:01: Ich glaub Bücher haben dann noch mehr zu bieten als die Musik aktuell.

00:04:05: Dankeschön!

00:04:06: Die Zusatzfrage ist wenn Sie sich dann wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, noch ein einzigstes Lied anhören dürften.

00:04:13: Was würden Sie sich denn nochmal anhören?

00:04:15: You shook me all night long von AC-DC.

00:04:21: Danke schön!

00:04:23: Ich bin gespannt, wen Sie auf den leeren Stuhl setzen.

00:04:28: Also ich setze auf den Leerenstuhl zwei Personen und zwar meine beiden Opa's.

00:04:33: Ich habe es so mit persönlichen Dingen aktuell gerade.

00:04:36: So beide Opas sind im Krieg geblieben der eine verschollende andere nachweislich umgekommen bewegt ist, die sind Heimkehrer gewesen.

00:04:50: Beide waren also zwischendurch noch mal zu Hause und in den Beratungskoffern, denen ich so habe, da gibt es eine Methodik als Kopfherzbauch und ich würde sie gerne fragen.

00:04:58: Also liebe Opa's!

00:05:00: Was hat euch bewogen?

00:05:02: Da wieder hinzugehen wo ihr ja wusstet was euch erwarten könnte oder wird?

00:05:08: warst der Kopf das Herz der Bauch ne Mischung aus dem oder noch etwas ganz anderes und das würde mich brennen.

00:05:14: wie man seine Familie zurückwässt und da wieder hingeht.

00:05:23: Danke schön, da habe ich keine Frage die ich stellen darf kann für den Moment.

00:05:39: Herr Köhlen der Stuhl ist jetzt wieder leer.

00:05:44: Die Zuschauer oder Zuhörer können ja noch nachklingen was sie diesen zwei Menschen von dem ich berichtet hab gerade vielleicht selbst eine frage stellen wollen werden wer sitzt denn auf dem stuhl?

00:05:57: Bei mir auf dem Schuh sitzt vermutlich der bekannteste aus Frise.

00:06:01: Und zwar möchte ich gerne Herrn Ottowakis fragen, was aus seiner Sicht die wichtigste Eigenschaft eines Komikers ist?

00:06:10: Was muss ein Komiker mitbringen um wirklich lustig zu sein?

00:06:15: Was macht einen Komiker aus?

00:06:16: das würde ich gerne wissen und speziell von ihm?

00:06:21: Ich glaube man kann sagen dass Ottowakis einer der größten deutschen Komika ist war und vermutlich auch bleiben wird

00:06:40: weil ich selbst mal die Erfahrung gemacht habe, dass ein Otto Vakis-Imitator gar nicht mehr gezündet hat.

00:06:45: Weil bestimmte Generationen im Raum gesessen haben würde mich interessieren ergänzen zu dieser Frage und gilt diese Antwort sehr geehrter Herr Vakis auch über die Zeit und Generation hinweg was so einen Komiker ausmacht?

00:07:03: I like the question, denke ich.

00:07:09: Gut!

00:07:12: Dann gibt es ja unseren Tagesordnungspunkt.

00:07:14: Wunderbar, das ist da fast wie so ein richtiges Meeting Herr Kröhn.

00:07:18: Woran wir erinnern wollen?

00:07:19: Ich starte mal!

00:07:22: Ich möchte daran erinneren... Das ist wieder eine persönliche Geschichte, ich komme da gar nicht raus aus dieser Nummer.

00:07:27: Wir befinden uns am Flughafen Schennen in Irland mit meiner damaligen Freundin und zwei Plattenreifen.

00:07:36: Und mit dem deutschen Gedankengut, das war so.

00:07:40: Wir mussten noch eine Strecke fahren und hatte jemand ne extrem bescheidene Fahrradluftpumpe mitgegeben, das ging also alles nicht.

00:07:49: Und dann kam die Sicherheitskräfte auf uns zu.

00:07:53: Mit der deutschen Denken dachten wir jetzt hat unser letztes Stündlein geschlagen.

00:07:56: Die schmeißen uns hier raus mitten in Irland im Nix.

00:08:00: Aber Pustekuchen!

00:08:04: Dieser Herr sagte dann, er würde gleich wiederkommen.

00:08:07: Vorher hat unsere Fahrräder darauf geladen und gefragt wo wir denn hin müssten oder mit einem Sucher im Werfer.

00:08:13: Mit dem Satz auf den Rückweg kommt da vorbei und wir trinken Tee.

00:08:15: Wir wollen gerne unseren Reisebericht hören uns bei unserer auch noch unbekannten Unterkunft die die Tür aufgelassen hatte.

00:08:22: Auf einen Anruf von Deutschland hin abgeliefert.

00:08:26: Und das war so überraschend Und es ist einfach so ein wunderbares Erlebnis.

00:08:32: So ganz anders als gedacht, also im positivsten Sinne enttäuscht dass ich daran erinnern möchte an dieses ja diesen irischen Spirit von dem ich mir manchmal in Deutschland mehr wünsche.

00:08:52: Dankeschön spirit.

00:08:55: mein flugskompensator bringt mich heute ins jahr Und der eine oder andere kann vielleicht folgen, wenn ich das Wort Ehrenwort sage.

00:09:13: Wir sind in Genf in der Badewanne und wir sind beim Herrn Baschel und der Bascheler Affäre uns seinem vermeintlichen vermutlichen oder auch nicht oft angezweifelten Selbstmord.

00:09:28: Ich möchte besonders daran erinnern ohne zu werten

00:09:33: gut

00:09:33: schlecht oben unten links rechts einfach daran erinnern, dass es die Möglichkeit gibt.

00:09:42: Dass der Herr Barsch sich das nebengenommen hat aufgrund eines Ehrenworts, was er gegeben hat und daran erinnern, was für uns heute Anstand Ehrenwort und all das wert ist.

00:10:00: Ja, damit steige ich aus meinem Delorean aus für heute.

00:10:05: Ich bin gespannt wie's demnächst weitergeht.

00:10:09: Danke Herr Wanzer!

00:10:10: Danke Herr Kühlen und vielen Dank an alle Zuhörer Rinnen und Zuschauer.

00:10:15: Und Zuschauerin, ich wiederhol's einfach noch mal diesen Format wohnt ja inne sich selbst nochmal zu fragen was würde ich denn diese genannten Personen da gerne für eine Frage stellen frei nach dem Motto wenn man so sollte in einem Buch liest was kommt mir dann auch so selbst in den Sinn?

00:10:33: Und heute waren ja auch viele Menschen dabei wo es sicherlich lohnswert wäre da auch nochmal nachklingen zu lassen.

00:10:39: das würde ich Divo gerne fragen.

00:10:40: in diesem Sinne bis zum nächsten Mal Tschüss.

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